Auf mittelalterlichen Spuren im Norden

Sowie man in Oldenburg noch heute Spuren der mittelalterlichen Geschichte finden kann, so gibt es diese Spuren auch in anderen Teilen des Nordens. Eine besondere Rolle spielen hierbei Klöster und Kirchen, die zu damaligen Zeiten als Zentren des Glaubens und des Wissens fungierten. Viele Klöster haben zahlreiche Kriege und Umbrüche überlebt und stehen heute noch. Von besonders frühen Klöstern gibt es aber oft nur noch Ruinen zu besichtigen.

Klöster im Wandel der Jahre

Viele Klöster sind heute keine Orte des Glaubens und Wissens mehr, sondern werden anderweitig genutzt. Die Zeiten haben sich gewandelt und christliche Orden haben nach dem Mittelalter weniger Anlauf bekommen und ihre Zahl ist seither zurückgegangen. Die Mauern aber stehen noch und werden heute meist für kulturelle Zwecke genutzt oder sind Teil der städtischen Administration. So etwa das Kloster Blankenburg am östlichen Stadtrand von Oldenburg. Ein Teil des Klosters wird heute vom BAMF bewohnt.

Was kann man in Klöstern sehen?

Mönche im Mittelalter hatten vielseitige Aufgaben. Neben der religiösen Komponente des klösterlichen Lebens übernahmen Mönche und Nonnen auch weltliche Aufgaben. So waren die Ordensbrüder und -schwestern landwirtschaftlich, sowie handwerklich begabt und kümmerten sich zudem um die Kranken und Bedürftigen. Klöster waren, wie bereits erwähnt, Orte des Wissens. In Klosterschulen lehrte man das Lesen, Schreiben und Rechnen, sowie das Wissen der Zeit. Heute kann man in vielen Klöstern die Orte besichtigen, an denen im Kloster das Leben stattfand. Man bekommt einen guten Einblick in das Leben von damals.

Auszeit im Kloster

Einige wenige Klöster sind auch heute noch aktiv. Ihre Funktion hat sich nicht stark verändert und so können Menschen im Kloster eine Auszeit nehmen und am Leben im Kloster teilnehmen. Der Tagesablauf ist strikt und geht häufig auf die Regeln der Stifter zurück, also auf das Mittelalter. Im Kloster leben heißt Mittelalter erleben. Klöster heißen neue Mitglieder und Gäste beide herzlich willkommen.